Zehn Jahre Single – heute weiß ich, warum!
Viele Jahre war ich überzeugt, dass ich in Beziehungen großes Pech hatte. Ich glaubte, ich müsste zur Lösung dieses Dilemmas einfach nur den richtigen Mann kennenlernen, dann würde auch ich eine liebevolle Beziehung führen können. Von meinem Beziehungsmuster wusste ich da noch nichts und projizierte das Problem einfach nur nach außen. Was konnte ich denn dafür, dass ich die falschen Männer traf?
Doch irgendwann fiel mir etwas auf: Die Männer wechselten. Die Art der Beziehung aber nicht.
Immer wieder geriet ich in dieselben Dynamiken, denselben Ablauf. Immer wieder verlor ich mich selbst. Und jedes Mal fragte ich mich, warum ausgerechnet mir das immer wieder passierte.
Kennst du dieses Gefühl?
Genau darüber spreche ich auch in diesem Video.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenImmer wieder dieselbe Beziehung – nur mit einem anderen Mann
Rückblickend erkenne ich, dass ich viele Jahre versucht habe, die „richtige Frau“ für meinen Partner zu sein.
Ich wollte verständnisvoll sein. Geduldig. Anpassungsfähig. Ich habe Ratgeber gelesen, Fernseh-Formaten geglaubt und versucht herauszufinden, was Männer sich von einer Partnerin wünschen.
Dabei habe ich etwas Entscheidendes übersehen:
Mich selbst.
Ich zeigte vor allem meine Schokoladenseite und hoffte, damit den anderen an mich binden zu können. Doch Beziehungen entstehen nicht dadurch, dass wir möglichst wenig anecken. Sie entstehen dort, wo zwei Menschen sich wirklich zeigen dürfen.
Damals wusste ich das noch nicht. Und ging eine Beziehung wieder schief, feilte ich noch mehr an meiner Strategie den anderen „liebend“ zu machen.
Ich dachte, jetzt habe ich endlich alles richtig gemacht
Mit Anfang dreißig lernte ich den Mann kennen, der später mein Ehemann wurde. Zum ersten Mal zog ich mit einem Partner zusammen. Wir heirateten, bekamen einen Sohn, kauften ein Haus und kurz darauf wurde unsere Tochter geboren. Vierzehn Tage nach ihrer Geburt verließ er mich.
Von einem Moment auf den anderen zerbrach alles, woran ich geglaubt hatte. Nicht nur meine Ehe. Auch mein Bild davon, wie Beziehungen funktionieren sollten. Eben noch hatte ich mich endlich angekommen gefühlt und war glücklich als Ehefrau und dann das!
Plötzlich war ich alleinerziehend. Mit zwei kleinen Kindern und voller Fragen. Das erste Mal in meinem Leben wollte ich keine Beziehung mehr.
Warum wiederholen sich Beziehungsmuster?
Natürlich wollte ich zunächst verstehen, warum meine Ehe gescheitert war. Doch irgendwann änderte sich meine Frage.
Nicht mehr: „Warum ist mir das passiert?“
Sondern: „Warum gerate ich immer wieder in ähnliche Beziehungen?“
Das war der Moment, an dem sich etwas in mir zu verändern begann. Denn nun war ich – durch den Dreh in der Frage – wieder handlungsfähig geworden und konnte aktiv auf Spurensuche zu gehen, statt die Schuld an den anderen per se abzugeben.
Und so begann ich, mich selbst kennenzulernen und meine Beziehungen bis rein in die Kindheit mit den eigenen Eltern und Großeltern zu durchleuchten. Schließlich lernen wir in Familie zum ersten Mal Beziehung und tragen die Muster von damals in uns – bis wir sie bewusst durchbrechen.
Daraus entstand ein ganz neues Selbstwertgefühl und ich fing an mich in meinem Leben an die erste Stelle zu stellen. Nicht sofort – doch immer öfter. Denn mich selbst nicht so wichtig zu nehmen, das hatte ich in der Familie gelernt! Und dieser Automatismus durfte nun weg.
Zehn Jahre, die alles verändert haben
Die folgenden zehn Jahre war ich allein mit meinen Kindern. Zum ersten Mal hatte ich wirklich Zeit, mich selbst zu beobachten.
Ich entdeckte die kritischen Stimmen in meinem Kopf. Viele davon stammten gar nicht von mir, sondern aus meiner Kindheit. Ich erkannte Glaubenssätze, die ich übernommen hatte, und Beziehungsmuster, die ich unbewusst immer wieder wiederholte.
Mir wurde klar:
- Ich hatte nicht einfach Pech.
- Ich hatte einen Beziehungscode, den ich selbst noch nicht verstanden hatte.
Diese Erkenntnis war unbequem. Aber sie war gleichzeitig auch unglaublich befreiend.
Denn wenn ich meine Muster bewusst erkennen konnte, dann konnte ich sie auch verändern – und zwar nachhaltig.
Der entscheidende Schlüssel war mein Beziehungscode
Viele Frauen glauben nach einer Trennung, sie müssten einfach nur den nächsten, besseren Mann finden und alles ist wieder gut. Das habe ich lange genauso gesehen.
Heute weiß ich: Der entscheidende Schlüssel war mein Beziehungscode.
Damit meine ich die unbewussten Prägungen, Glaubenssätze und Beziehungsmuster, die wir in unserer Kindheit von unseren Vorbildern übernehmen oder selbst entwickeln und später ganz selbstverständlich in unsere Partnerschaften mitnehmen. Sie beeinflussen, wen wir anziehend finden, wie wir lieben, wo wir unsere Grenzen setzen – oder eben nicht setzen – und warum sich manche Dynamiken immer wiederholen.
Der entscheidende Durchbruch kam für mich durch die psychologische Astrologie. Zum ersten Mal konnte ich meinen eigenen Beziehungscode und meine Bedürfnisse erkennen und verstehen. Plötzlich ergaben viele Erfahrungen einen Sinn, die ich vorher einfach nur als Pech oder Zufall betrachtet hatte.
Heute lebe ich eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe. Nicht, weil ich den perfekten Mann gefunden habe, sondern weil ich meinen Beziehungscode verstanden habe und bewusst neu zu wählen gelernt habe: Ich muss mich nicht verändern, um geliebt zu werden – ich durfte lernen, mich in einer Beziehung nicht mehr selbst zu verlieren.
Du wünschst dir mehr Klarheit?
Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkannt hast, kann das Orientierungsgespräch ein wertvoller erster Impuls sein deinen unbewussten Beziehungsmustern auf die Spur zu kommen. Gemeinsam schauen wir auf deine aktuelle Situation, erkennen erste Zusammenhänge und entwickeln neue Perspektiven für deinen weiteren Weg.
Oft reicht schon eine Stunde, um mit deutlich mehr Klarheit und Erleichterung das eigene Leben und die Beziehungen neu zu betrachten. Und vor allem wieder selbstwirksam zu werden!
Warum erleben wir gerade so viele Trennungen?
Immer mehr Frauen spüren, dass alte Beziehungsformen und Rollenbilder nicht mehr funktionieren. Doch nur wenige verstehen, warum das gerade jetzt so deutlich wird.
🎧 Deshalb habe ich ein kostenloses Audio aufgenommen, in dem ich meine Gedanken zur aktuellen Trennungswelle teile und erkläre, warum sich Beziehungen gerade so grundlegend verändern.
Vielleicht möchtest du hier weiterlesen
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, könnten auch diese Themen spannend für dich sein:
→ Ich glaube nicht, dass Frauen keine Beziehung mehr wollen
Warum viele Frauen heute keine Beziehung mehr wollen, in der sie die ganze Verantwortung tragen.
→ Warum sich viele Frauen beim Online-Dating nicht wohlfühlen
Warum sich Frauen, die sich Tiefe und Verbundenheit wünschen, beim Online-Dating oft fehl am Platz fühlen.
→ Bedürfnisse in Beziehungen: Warum ich nicht irgendeinen Mann will
Warum deine Bedürfnisse keine Hürde für eine Beziehung sind, sondern der Schlüssel zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe.

